Herstellung

Erneuerbare Rohstoffe sind der Ursprung

Für die Xylit-Herstellung gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Anfertigungsverfahren: A. Hydrierung, B. Fermentation.

A. Bei der Hydrierung wird im ersten Schritt aus pflanzlichem Material Holzzucker – Xylose – gewonnen. Als Ursprungsmaterial kommen Xylan-haltige Maispflanzenfasern oder Holz zum Einsatz. In China, wo man auf Mais setzt, wird mit Natronlauge gearbeitet.

Für das finnische Xylit von Danisco (welches von Tautona Birkenzucker verwendet wird) wird nur mit Wärme gearbeitet, also ohne den Einsatz von Chemie. Für das finnische Xylit verwendet Danisco ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (vor allem Birke und Buchenholz), dessen Xylan-Anteil ca. 27 % beträgt. Aus der Xylose wird in einem weiteren Verarbeitungsschritt mittels Hydrierung in einem Raney-Nickel-Katalysator Xylit hergestellt.

B. Bei der Fermentation, wie sie in Frankreich für die Gewinnung von Xylit eingesetzt wird, werden spezielle Hefen (GMO-frei) mit einer glukosehaltigen Lösung in riesigen geschlossenen Tanks "gefüttert". Diese Hefen sind in der Lage, Glukose effizient direkt in Xylit umzuwandeln, also ohne den Umweg über die Xylose. Es findet im Anschluss deshalb auch nur noch eine zweifache Reinigung mit großen Zentrifugen sowie eine Trocknung statt. Die eingesetzte Glukose wird übrigens aus Weizen und Mais hergestellt, beides ausschließlich aus der EU und beides ausschließlich gentechnik frei. Das gewonnene Xylit liegt zuerst in Wasser gelöst vor. Mittels Trocknung wird es pulverförmig. Durch die Steuerung der Trocknungsgeschwindigkeit erhält man kleine (schnelle Trocknung) oder größere (langsame Trocknung) Kristalle, die meist unregelmäßig sind. Durch Sprühtrocknung kann sehr feines Pulver hergestellt werden, das zum Beispiel für die Herstellung von Bonbons verwendet wird.

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